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BREMACH
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FAHRZEUGWAHL
Basierend auf eigenen Erfahrungen und denen unserer Kunden möchten wir auf diesen Seiten technisches Basiswissen für Fahrzeuge im Fernreise/Expeditionseinsatz vermitteln und Empfehlungen für die Auswahl eines BREMACH Basisfahrzeuges geben.
Auf keinen Fall möchten wir die verschiedensten Aufbau- oder Ausbauformen von Reisemobilen kommen-tieren, denn unser Geschäft ist der Verkauf von Geländefahrzeugen.

Die erste, und wahrscheinlich auch die schwierigste Entscheidung die Sie zu treffen haben ist, ob Sie sich Ihren Reisewunsch mit einem Kastenwagen oder einem Fahrgestell mit Wohnaufbau erfüllen können (und wollen).
Danach, und nach Ihren Platzbedürfnissen, richten sich Radstand und Aufbaulänge, sowohl beim Kasten-wagen als auch beim Fahrgestell.
Des weiteren das (oder die) wahrscheinliche(n) Einsatzgebiete Ihres künftigen Fahrzeuges und die dazu erforderliche Geländegängigkeit. Denn da wir hier von reinrassigen Geländefahrzeugen sprechen hat dieser Punkt eine zentrale Bedeutung und alle BREMACH Fahrzeuge können wir durch die Auswahl verschiedener Bereifungen sehr genau auf Ihren Einsatzzweck auslegen. Auf alle Fälle sehen wir immer wieder, daß sich die Geländegängigkeit neben Bodenfreiheit, Bauchfreiheit und Böschnungswinkeln vorne und hinten, immer auf den spezifischen Bodendruck reduziert. Das heißt, ganz entscheidend für Ihre künftigen Ziele ist das zu erwartende Gesamtgewicht Ihres Reisemobils.

Kastenwagen:
Das wahrscheinlich am meisten verbreitete Basisfahrzeug für Fernreisen.

BREMACH bietet den Kastenwagen in einer Version mit 3000 mm Radstand an. Bei noch immer einem Geländewagen überlegenen Geländedaten, wie Bodenfreiheit, Rampen- u. Böschungswinkeln, ergibt sich bei 2 Personen eine Laderaumlänge von 3150 mm,( Breite von 1540 mm und Höhe von 1350 mm). Der lange Radstand erlaubt die Montage von bis zu 2x130 Liter Dieseltanks. Eine Aussenlänge von max. 5500 mm und eine Höhe von 2450 mm erlauben in Verbindung mit speziellen Containerlaufrädern den Transport in einem 20" Container. Da die BREMACH-Spurweite mit 1480 mm gleich mit der von Land Rover und TOYOTA Geländewagen ist, passt der BREMACH auch problemlos auf alle (Gebirgs-) Pisten dieser Welt.
Aufgrund der hevorragenden Geländegeängigkeit und der robusten Reifen wird als Basis für den Fernreiseeinsatz primär die Version EXTREME eingesetzt.
Empfehlenswert ist die 3,5 to Version, da sie bis auf die Federung mit der 6,0 to Version baugleich ist, dafür aber etwas kostengünstiger.

Zur Erhöhung der Inneraumhöhe (bei gleichzeitig kompakten Außenabmessungen und Containertauglichkeit) empfehlen wir ein Aufstelldach, das von verschiedenen Herstellern angeboten wird.

Bei Leergewichten zwischen 2700-2800 kg (ohne volle Treibstoffüllung) sollte ein Maximalgewicht bei Fernreisen von 3800 kg mit der Bereifung 315/75 R16 und 4500 kg mit der Bereifung 255/100 R 16 nicht überschritten werden, um eine optimale Geländegängigkeit zu erreichen. Containertauglichkeit kann durch die Verwendung unserer speziellen Containerlaufräder erreicht werden.

Die Variante eines Innenausbaues zeigen die folgenden Zeichnungen eines BREMACH EXTREME 35.3


Fahrgestell mit Einzel- oder Doppelkabine:
Alle BREMACH Fahrzeuge zeichnen sich durch eine sehr hohe Fahrgestelltragfähigkeit aus. Ideal für Kofferaufbauten ist der verwindungssteife Rahmen: Bei einem BREMACH Fahrgestell mit 3000 mm Radstand für eine Aufbaulänge von 3300 mm tritt bei 2 to Flächenbelastung nur eine diagonale Rahmenverwindung von 7 mm auf.
Das bedeutet, das Sie keinen Platz- u. Gewichtsraubenden Zwischenrahmen benötigen.
Die maximale Aufbaulänge für den Fernreiseeinsatz mit dem Schwerpunkt "maximale Geländegängigkeit" sollte bei der BREMACH Einzelkabine mit 3 m Radstand 3300 mm nicht überschreiten (bei der Doppelkabine 2350 mm), mit dem Radstand 3,4 m sollte die maximale Aufbaulänge bei ca. 3600 mm liegen (Doppelkabine 2750 mm) .
Das Reserverad montieren wir dabei an einem hinteren Rahmenausleger am Ende des Kofferaufbaues. Die früher von uns gewählte Aufhängung des Reserverades im hinteren Überhang ist bei den neuen BREMACH Modellen technisch nicht mehr möglich bzw. würde einen sehr langen hinteren Überhang mit entsprechend eingeschränktem Böschungswinkel bedeuten.
Das Gesamtgewicht des Fahrzeuges sollte dabei 4500 kg mit der Bereifung 255/100 R 16 und 4200 kg mit der Bereifung 315/75 R16 nicht übersteigen, um eine optimale Geländegängigkeit zu gewährleisten. Dabei ist insbesondere auf die Hinterachslast zu achten, die weniger von der Tragfähigkeit der Achsen und Federn beschränkt wird, sondern vielmehr von der Tragfähigkeit der Reifen. Mit der Bereifung 255/100 R 16 sollte eine konstante Hinterachslast im Gelände von 2800 kg nicht überschritten werden, mit der Bereifung 315/75 R16 2500 kg.

Ein immer wieder "heiß umkämpftes" Thema ist der hintere Unterfahrschutz. Leider wird er uns vom TÜV vorgeschrieben und unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen können wir je nach Bereifung ca. 32°-38° Böschungswinkel erreichen. Da es aber in der Natur sehr selten vorkommt mehr als 35° steile "erfahrbare" Böschungen zu finden (und wenn, dann haben Sie wahrscheinlich die schlechtere von zwei möglichen Routen gewählt), reichen diese Winkel in den meisten Fällen aus.
Sie ersparen sich aber auf alle Fälle eine Abschrägung des hinteren Kofferteiles.

Wahl des Motors:
Bereits der 2,3 Liter IVECO-Motor mit 85 kW Leistung reicht für eine Dauergeschwindigkeit von ca. 110-115 Km/h selbst in Kombination mit einem Kofferaufbau, der eine Fahrzeuggesamtfläche von 2x3 m ergibt. Denn der neue 2,3 Liter Euro4-Motor hat bereits bei 3200 U/min seine maximale Leistung von 85 kW. Das bedeutet bei der Achsübersetzung i=4,5 und der Bereifung 255/100 R16 des BREMACH EXTREME eine Geschwindigkeit von ca. 120 Km/h.
Mit dem neu eingeführten 3,0 Liter IVECO-Motor beträgt die Dauergeschwindigkeit bei einer Fahrzeuggesamtfläche von 2x3m ca. 125-130 Km/h.